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Glossar

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Normen für Berufsbekleidung

einfache Berufsbekleidung ist nicht zertifiziert:
Aufgrund ihrer Ausführung und der verwendeten Werkstoff wird Berufskleidung mit Ausnahme einer Spezialausführung überall dort eingesetzt, wo der Beschäftigte oder seine private Kleidung vor Verschmutzung zu schützen sind. Sie eignet sich demzufolge nicht zum Schutz vor schädigenden mechanischen, chemischen, thermischen und Strahlungseinflüssen.
Berufsbekleidung wird bei einer Vielzahl von Arbeiten verwendet und je nach Verwendungszweck in verschiedenen Größen und Ausführungen aus unterschiedlichen Gewebearten aus Natur- oder Kunstfasern, Farben und erforderlichen Ausrüstungen hergestellt.

einfache Regenschutzkleidung ist nicht zertifiziert:
Unter Regenschutzkleidung ist ausschließlich diejenige Art von Schutzkleidung zu verstehen, die dem Beschäftigten Schutz vor Regen bieten soll. Dies muß deshalb besonders hervorgehoben werden, weil Regenschutzkleidung irrtümlicherweise häufig auch als Wetterschutzkleidung bezeichnet wird. Desweiteren entsteht beim Verwender oftmals der fälschliche Eindruck, als ob Regenschutzkleidung auch Schutz gegen Kälte bieten kann. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Kälteschutzkleidung und Winterschutzkleidung: zertifiziert nach EN 342 und 343
Spezielle Kälteschutzkleidung, die sich von der Winterschutzkleidung in ihrer Ausführung und den zur Herstellung verwendeten Materialien unterscheidet, wird vorwiegend in Kühlhäusern, jedoch auch bei Arbeiten unter extrem niedrigen Außentemperaturen bei Bewegungsamen Tätigkeiten im Freien währen der kalten Jahreszeit, z.B. bei Kranführern u.ä., eingesetzt.

Warnkleidung: zertifiziert nach EN 471
Bei einer Vielzahl von Arbeiten in Straßenräumen oder anderen Verkehrsräumen müssen die Beschäftigten für die anderen Verkehrsteilnehmer frühzeitig und unverwechselbar erkennbar sein. Hierzu wurde Warnkleidung entwickelt und in EN 471 genormt.
Zertifizierte Warnkleidung kann als Overall, als zweiteiliger Anzug (Jacke mit Latz- oder Bundhose), als Weste oder Überwurf ausgeführt sein.
Das Grundmaterial kann nach EN 471 fluoreszierend, orange-rot, orange-blau, orange-grün oder auch gelb-blau oder gelb-grün, oder nur einfarbig gelb oder orange sein. Aus diesem Grundmaterial der vorgenannten Bekleidungsstücke sind nach EN 471 an genau definierter Stelle Reflexstreifen von 50mm Breite angeordnet, um auch bei Dunkelheit ausreichend auffällig zu sein.
 

Schweißerschutzkleidung: zertifiziert nach EN 470
Schweißerschutzkleidung hat im wesentlichen die Aufgabe, den mit Schweißarbeiten Beschäftigten vor Verbrennung durch heiße, glühende Metallteilchen zu schützen, die beim Schweißen als Funken oder kompakte Körper auftreten und die Kleidung durchdringen oder diese in Brand stecken können. Sie dient nicht zum Schutz vor länger anhaltender Hitzestrahlung. Die Schutzwirkung wird einerseits durch entsprechende Schnittgestaltung der Kleidung, zum anderen durch Verwendung von Bekleidungsmaterialien erzielt, die nicht oder nur schwer brennbar sind.

Forstschutzkleidung: zertifiziert nach EN 381-2 u. EN 381-5;  Forstschutzschuhe: zertifiziert nach EN 345-2
Keine persönliche Schutzausrüstung bietet absoluten Schutz vor Schnittverletzungen durch Motorsägen. Dies wird deutlich, wenn man die Funktionsweise des Schnittschutzes betrachtet. Dieser besteht aus eingearbeiteten Einlagen aus einer Vielzahl von Polyamidfasern, die bei einem Eidringen der Sägekette von den Sägezähnen mitgerissen werden und zu einer Blockierung des Kettenantriebs führen sollen. Die Bedingungen, unter denen der Schnittschutz der Motorsäge standhalten muss, sind z.B. für Schnitthosen und Jacken in der Norm EN 381-5 festgelegt. Ein wichtiger Parameter hierbei ist die Kettengeschwindigkeit. Bei der Schutzklasse 1 beträgt diese Geschwindigkeit 20 m/s. Verbrennungsmotorisch Angetriebene Motorsägen können unter Volllast jedoch weit höhere Kettengeschwindigkeiten erreichen, bei denen der Schutz nicht standhalten kann. Je nach Arbeitseinsatz stellt dieser Schnittschutz also unter Umständen einen Kompromiss zwischen Tragekomfort und Schutzwirkung dar.

 

 

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